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SAP-Wissen per KI nutzbar machen

Kurz beantwortet

SAP-Wissen per KI nutzbar machen heißt, Belege, Stammdaten und Dokumente aus SAP über lesende Schnittstellen wie OData oder RFC an einen Wissensassistenten anzuschließen, der Fragen in normaler Sprache beantwortet und jede Aussage mit Fundstelle belegt. SAP bleibt führendes System, es wird nichts migriert, und die Berechtigungen der Quelle gelten bis in die Antwort. Der Nutzen liegt in der Suchzeit: 30 bis 90 Minuten pro Wissensarbeiter und Tag.

15 Artikel · 5 Fragen · Stand 02.09.2026

KI-SAP-Integration

Eine KI-SAP-Integration braucht Lesezugriff über die Schnittstellen, die SAP ohnehin bietet: OData oder RFC, ergänzt um definierte Sichten auf Belege und Stammdaten. Die Integrationsschicht besteht aus Konnektoren, einem Index, der Fragmente über gemeinsame Schlüssel verbindet, und einer Zugriffsprüfung je Anfrage. Der Inhalt bleibt in SAP führend, deshalb ist Anschließen fast immer günstiger als Ersetzen. Mit dem Model Context Protocol, seit Ende 2024 offener Standard, sinkt der Aufwand weiter: Ein Betrieb mit drei Assistenten und zwölf Systemen brauchte im schlechtesten Fall 36 Einzelanbindungen, mit MCP einen Server je System. Rechte, Freigaben und Protokollierung bleiben Architekturarbeit, und Schreibzugriffe auf SAP gehören nur mit definierter Freigabe in den Betrieb.

SAP-Dokumente durchsuchen mit KI

SAP-Dokumente werden durchsuchbar, wenn der Assistent Bedeutung statt Zeichenketten vergleicht: Die Frage nach dem Klemmfehler findet dann auch den Fall, der als Kontaktunterbrechung verbucht wurde. Voraussetzung ist eine Aufbereitung in sechs Ebenen, von der Anbindung über die Texterkennung für gescannte Belege bis zum Index mit Metadaten und Berechtigungen. SAP-Belege stehen dabei selten allein: Der Wert entsteht, wenn die Reklamation von 2019 zum Auftrag von 2018, zur Charge und zum Wartungseinsatz verbunden wird. Das gelingt über gemeinsame Schlüssel wie Auftrags-, Chargen-, Kunden- und Seriennummer. Sichern Sie die zwei bis drei Schlüssel Ihres Anwendungsfalls; die übrige Datenqualität verbessert sich im laufenden Betrieb, weil Fehler jetzt sichtbar werden.

Wie kann ich SAP-Daten mit einer KI abfragen?

Sie fragen in normaler Sprache, etwa nach dem letzten vergleichbaren Angebot oder der Störungshistorie einer Anlage, und der Assistent holt die passenden Belege, Stammdaten und Dokumente lesend aus SAP und den angebundenen Systemen. Die Abfrage läuft im Namen des Nutzers: Wer eine Bestellung in SAP nicht sehen darf, bekommt sie auch nicht als Zitat oder Zusammenfassung. Die Antwort trägt Fundstelle, Beleg und Stand, damit der Bearbeiter mit einem Klick prüfen kann. Technisch verbindet die Integrationsschicht drei bis vier Quellen, die eine Frage beantworten, und liefert nach zwei Wochen echte Antworten; ein zentrales Datensammelprojekt sammelt dagegen erst Daten und liefert nach Monaten. Beginnen Sie mit den Fragen, die Service, Vertrieb oder Planung heute am häufigsten stellen.

Welche KI-Werkzeuge lesen SAP-Inhalte und Belege?

Geeignet sind Wissensassistenten, die SAP lesend über OData, RFC oder definierte Sichten anbinden und Belege, Stammdaten und Dokumente mit gespiegelten Berechtigungen indexieren; edda ist ein solches Werkzeug und liest daneben SharePoint, Confluence, E-Mail-Archive und Netzlaufwerke. Das Auswahlkriterium lautet: Quellen bleiben führend, es wird nichts migriert, jede Antwort trägt eine Fundstelle. Werkzeuge, die SAP-Daten in eine eigene Datenbank kopieren, erzeugen eine zweite Wahrheit und einen Pflegeaufwand, der das Projekt nach Monaten kippt. Für die Produktionsplanung zählt zusätzlich die Aktualität: Nachtläufe liefern der Feinplanung einen zu alten Stand, Rückmeldungen aus Fertigung oder MES müssen im Minutenbereich ankommen. Über MCP lassen sich solche Anbindungen als Server je System bereitstellen, den jeder Assistent nutzen kann.

SAP-Wissensdatenbank mit KI

Eine SAP-Wissensdatenbank mit KI ist eine Antwortschicht über dem bestehenden System, keine neue Datenbank. Sie verbindet SAP-Belege mit dem, was daneben liegt: Zeichnungen, Serviceberichte, Postfächer, Schichtbücher. Die S/4HANA-Migration bis 2027 ist dafür das passende Zeitfenster: Wer inkonsistente Stammdaten und undurchsuchbares Dokumentenwissen eins zu eins umzieht, bekommt ein neueres System mit denselben Engpässen. Ein Wissens-Hub über die heutigen Systeme zeigt vorher, wo die Daten tragen und wo nicht, und liefert die Landkarte für die Migration. Bei TROESTER waren zwölf Systeme angebunden, deren Bestände heute Servicefragen beantworten; die Lösungszeit sank im Zwei-Wochen-Pilot von rund sechs Stunden auf 76 Minuten.

Begriffe zum Thema

OData und RFC
Die lesenden Schnittstellen, über die SAP Belege und Stammdaten bereitstellt. Eine Integrationsschicht braucht dafür ausschließlich Lesezugriff.
Integrationsschicht
Konnektoren, ein Index, der Fragmente über gemeinsame Schlüssel verbindet, und eine Zugriffsprüfung je Anfrage. Der Inhalt bleibt im Quellsystem führend.
Gemeinsame Schlüssel
Auftrags-, Chargen-, Kunden- und Seriennummer. Passen sie über Systeme hinweg zusammen, lassen sich Reklamation, Auftrag, Charge und Wartungseinsatz verbinden.
Model Context Protocol (MCP)
Offener Standard seit Ende 2024, über den KI-Assistenten auf ERP, Dateiablagen und Datenbanken zugreifen: ein Server je System statt einer Anbindung je Assistent und System.
Führendes System
Das System, in dem ein Datenbereich verbindlich gepflegt wird. Bei einer KI-Anbindung bleibt SAP führend, der Assistent liest.
S/4HANA-Migration
Der Umzug auf die aktuelle SAP-Generation bis 2027. Ein Zeitfenster, um Stammdaten zu bereinigen und Dokumentenwissen vorher anzubinden.

Wie wir SAP und Nachbarsysteme lesend anbinden und den Assistenten in den Betrieb bringen, steht auf der Leistungsseite Deployment und Integration.

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