Thema

ROI-Messung KI-Einführung Fertigung

Kurz beantwortet

Der ROI einer KI-Einführung in der Fertigung wird in vier Schritten gemessen: eine vorhandene Kennzahl vor dem Start erheben, acht Wochen mit unveränderter Methode und Datenquelle messen, die Nachher-Zahl identisch aufnehmen und die Differenz mal Fallzahl mal Vollkosten gegen die Vollkosten der Lösung rechnen. Das Abnahmekriterium steht vor dem Piloten schriftlich fest. So entstand die Zahl bei TROESTER: Lösungszeit von rund sechs Stunden auf 76 Minuten.

13 Artikel · 5 Fragen · Stand 11.09.2026

KI-ROI messen Industrie

Der KI-ROI in der Industrie wird an einer Kennzahl gemessen, die vor dem Start existiert: Lösungszeit pro Störung, Durchlaufzeit eines Angebots, Suchzeit je Frage. Diese Vorher-Zahl wird über die letzten zwanzig Fälle oder acht Wochen erhoben, die Nachher-Zahl mit derselben Methode und Datenquelle. Der Nutzen ergibt sich aus Differenz mal Fallzahl mal Vollkostensatz, dem die Vollkosten der Lösung gegenüberstehen. Drei Messfehler entfallen, wenn das Abnahmekriterium vorher schriftlich fixiert ist: die wandernde Schwelle, die wechselnde Methode und die Messung auf Demo-Daten statt auf echten Fällen. Belegte Referenzpunkte aus dieser Methode: sechs Stunden auf 76 Minuten Lösungszeit bei TROESTER, zwölf Prozentpunkte mehr richtige Antworten bei Lichtenheldt, Planungsdurchlauf von Wochen auf Stunden.

KI-Wirtschaftlichkeit Fertigung

Die Wirtschaftlichkeit entsteht in vier Schritten: den Engpass in Zeit übersetzen, also Häufigkeit mal gemessene Dauer mal Vollkostensatz, vermiedene Fehler konservativ mit Häufigkeit und Kosten je Fall dazurechnen, die fünf Kostenblöcke des ersten Jahres offenlegen und den Jahresnutzen den Gesamtkosten gegenüberstellen. Von den Kostenblöcken stehen nur Einführung und Lizenz im Angebot; Anbindung an ERP, MES und SharePoint, Datenaufbereitung, Betrieb und die interne Zeit für Tests, Freigaben und Betriebsrat kommen dazu. Ein Pilot ist strukturell billig, weil er Pflege, Überwachung und Qualitätsprüfung weglässt; der Betrieb kostet ein Vielfaches durch laufende Neuindexierung und Auswertung. Ein fokussierter Pilot bewegt sich im niedrigen fünfstelligen Bereich, ein Planungsassistent amortisiert sich in vielen Betrieben im einstelligen Monatsbereich.

KI-Kennzahlen Produktion

Brauchbare KI-Kennzahlen in der Produktion entstehen dort, wo die Arbeit passiert: Ticket geschlossen heißt Lösungszeit gemessen. Ein solches Messwerk hat vier Eigenschaften: rückführbar bis zum Einzelvorgang, zentral definiert, über die Zeit unverändert und bewusst wenige. Monatlich zusammengetragene Kennzahlen kommen dagegen zu spät, sind schwer reproduzierbar und werden unbemerkt geglättet. Anmeldungen und Klicks messen Nutzung statt Nutzen; aussagekräftig sind die Zeit bis zur richtigen Antwort auf eine Fachfrage, der Anteil der ohne Rückfrage gelösten Fragen und die Zahl wiederkehrender Fragen, die bisher dieselbe Person banden. Für die Planung eignen sich Liefertreue, Planungsstabilität und Stillstandsstunden, für den Service Erstreaktions- und Lösungszeit je Kategorie. Erfassen Sie diese Werte vor dem Pilotstart als Ausgangsbasis.

Wie messe ich den ROI einer KI-Einführung?

In vier Schritten: Erstens eine vorhandene Kennzahl vor dem Start messen, zweitens acht Wochen mit unveränderter Methode und Datenquelle erheben, drittens die Nachher-Zahl identisch aufnehmen, viertens Differenz mal Fallzahl mal Vollkosten gegen die Vollkosten der Lösung rechnen. Ein Abbruchkriterium gehört vor den Start: die gemessene Zahl, die Schwelle, ab der sich der Ausbau rechnet, das Datum der Nachher-Messung und die Folge bei Verfehlung. Bei einer Lösungszeit von sechs Stunden ist eine Halbierung ein Ziel, das ein Team ernst nimmt; bei TROESTER standen am Ende 76 Minuten, gemessen im Zwei-Wochen-Pilot. Die Messung zählt nur auf echten Fällen aus den echten Quellsystemen, die schwierigen Dokumente von 2019 eingeschlossen. Dann übersteht die Zahl jede Budgetrunde.

Welche Kennzahlen belegen den Nutzen?

Den Nutzen belegen Kennzahlen, die sich in Geld übersetzen lassen: Suchzeit im Alltag, Lösungszeit im Service, Durchlaufzeit von Angeboten, Einarbeitungsdauer und Unterbrechungen erfahrener Kollegen. Schon konservativ gerechnet, mit 30 Minuten Suchzeit, 50 Betroffenen und 60 Euro Vollkosten je Stunde, ergeben sich über 180.000 Euro im Jahr; Messungen zeigen 30 bis 90 Minuten Suchzeit pro Wissensarbeiter und Tag. Die Formel lautet gesparte Stunden mal Vollkosten mal Fallzahl, belegt durch die eigene Vorher-Zahl. Im Angebotsprozess kommen drei Hebel zusammen: eingesparte Bearbeitungszeit, mehr Angebote durch gewonnene Kapazität und eine höhere Abschlussquote durch schnellere Reaktion. Bereits eine Halbierung der Suchzeit trägt in der Regel die Investition; die Kosten des Nichtstuns gehören in dieselbe Rechnung.

Begriffe zum Thema

Vorher-Zahl
Die Kennzahl, die vor dem Start mit einer festen Methode erhoben wird, etwa die Lösungszeit über die letzten zwanzig Fälle. Ohne sie lässt sich kein Nutzen belegen.
Vollkostensatz
Stundensatz einer Fachkraft samt Nebenkosten und Umlagen. Grundlage für die Umrechnung gesparter Stunden in Euro.
Abbruchkriterium
Vor dem Start schriftlich fixiert: gemessene Zahl, Schwelle, Datum der Nachher-Messung und Folge bei Verfehlung.
Messwerk
Kennzahlen, die im Prozess selbst entstehen, rückführbar bis zum Einzelvorgang, zentral definiert, über die Zeit unverändert und bewusst wenige.
Kostenblöcke des ersten Jahres
Einführung und Lizenz, Anbindung an ERP, MES und SharePoint, Datenaufbereitung, Betrieb und interne Zeit für Tests, Freigaben und Betriebsrat.

Wie wir Engpass, Kennzahl und Pilot vor dem Start festlegen, steht unter Beratung; die stillen Kosten des Nichtstuns zeigen die Rechner in 60 Sekunden.

Welche Zahl soll Ihr Pilot bewegen?

Rozalia Karbowniczek klärt im Erstgespräch, welche Kennzahl Ihren Engpass misst und wie der Zwei-Wochen-Pilot die Vorher-Nachher-Zahl liefert.

Erstgespräch mit Rozalia Karbowniczek →

Weitere Themen