Was kostet KI-Schulung? Ehrliche Spannen statt Tagessatz-Nebel
KI-Schulungspreise streuen um den Faktor tausend. Das liegt nicht an Abzocke, sondern daran, dass unter demselben Wort völlig verschiedene Produkte verkauft werden. Wer die Kategorien kennt, kann rechnen.
Der Markt zerfällt in vier Kategorien: Selbstlernkurse (zweistellig bis niedrig dreistellig pro Kopf — gut für die Pflichtbasis, ohne Betriebswirkung), offene Seminare (mittlerer dreistelliger bis vierstelliger Bereich pro Kopf und Tag — fremde Beispiele, Transfer offen), Inhouse-Trainings (vierstellig pro Tag plus Vorbereitung — eigener Kontext, aber meist ohne Umsetzung) und praxisbasierte Programme mit eigenem Pilot (mittlerer vier- bis fünfstelliger Bereich — die einzige Kategorie mit Vorher-Nachher-Zahl). Die teuerste Position steht auf keiner Rechnung: die Arbeitszeit, die in wirkungslose Formate fließt. Kaufregel: Preis pro Kopf ist die falsche Metrik — Preis pro gemessener Verbesserung ist die richtige.
Die vier Kategorien im Detail
Selbstlernkurse decken Grundbegriffe und die Pflichtbasis ab — als Fundament sinnvoll, als Gesamtstrategie eine Wette darauf, dass Transfer von allein passiert. Offene Seminare bieten Struktur und Austausch, üben aber an fremden Fällen. Inhouse-Trainings bringen den eigenen Kontext in den Raum, enden aber meist am Tag der Schulung. Praxisprogramme mit Pilot sind die teuerste Kategorie pro Kopf — und die einzige, deren Ergebnis man messen kann.
Die versteckten Positionen
Zur Kursgebühr kommen: Arbeitszeit der Teilnehmenden (bei einem Seminartag schnell das Mehrfache der Gebühr), Vor- und Nachbereitung, und bei wirkungslosen Formaten die stille Position „nichts hat sich geändert“ — Monate, in denen der Engpass weiterläuft. Gegenzurechnen sind Fördermittel: je nach Konstellation übernimmt die Förderung einen erheblichen Teil.
Die Rechnung, die zählt
Beispiel Service: Zwanzig Störungen im Monat, sechs Stunden Lösungszeit, 75 Euro Vollkosten. Senkt ein Programm die Lösungszeit messbar — bei uns im gemessenen Fall von sechs Stunden auf 76 Minuten —, amortisiert sich ein fünfstelliges Format in Wochen. Ein 49-Euro-Kurs, der nichts verändert, amortisiert sich nie. Deshalb: Fragen Sie jeden Anbieter nicht nach dem Preis, sondern nach der Zahl, an der er gemessen werden will.
Wie diese Messung praktisch aussieht, steht im Beitrag zur Vorher-Zahl.
Häufige Fragen
Was kostet eine KI-Schulung pro Mitarbeiter?
Je nach Kategorie: Selbstlernkurse im zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Bereich, offene Seminare im dreistelligen bis vierstelligen Bereich pro Tag, Inhouse-Trainings vierstellig pro Tag, Praxisprogramme mit eigenem Pilot im mittleren vier- bis fünfstelligen Bereich.
Warum sind die Preisunterschiede so groß?
Weil verschiedene Produkte gleich heißen: Ein Videokurs vermittelt Grundbegriffe, ein Praxisprogramm baut ein laufendes System mit Vorher-Nachher-Messung. Vergleichbar wird der Markt erst über die Frage, was am Ende messbar anders ist.
Wie rechnet man den ROI von KI-Schulungen?
Über die Engpass-Kennzahl: Kosten des Formats (inklusive Arbeitszeit) gegen die gemessene Verbesserung — etwa Lösungszeit pro Störung oder Durchlaufzeit pro Angebot, jeweils vorher und nachher mit derselben Methode erhoben.
Befähigung mit Vorher-Zahl statt Zertifikats-Wand
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