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Internet der Dinge – was ist das eigentlich?

Wir alle nutzen das Internet – und können uns den Alltag ohne nicht mehr vorstellen. Ob wir das Internet nur als Informationsmedium über Suchmaschinen verwenden oder uns über soziale Netzwerke austauschen: Wir nutzen das Internet jeden Tag.

Auch hat es vieles verändert: Früher war es nur möglich über das Fernsehen und Radio viele Menschen zu erreichen. Mit den Social Medias heutzutage ist eine Reichweite möglich, die bisherige TV-Reichweiten übersteigen.

 

Das Internet wie wir es kennen wird aber revolutioniert. Hierbei kommt der Begriff „Internet der Dinge“ (englisch: Internet of Things, IoT)  ins Spiel. Es wird auch häufig als Internet 4.0 bezeichnet, da es zur Grundlage der 4. industriellen Revolution wird. „Internet of Things“ – ein Begriff, den Kevin Ashton, Mitgründer und damaliger Leiter des Auto-ID Centers am Massachusetts Institute of Technology (MIT), 1999 etablierte. Angetrieben mit der Vision, dass Computer fähig sein sollten, Informationen zu beschaffen und die reale Welt zu begreifen, ohne menschliche Interaktion. Laut Ashton würden viele Dinge effizienter laufen und Kosten gespart werden, wo menschliche Kapazitäten einfach zu begrenzt sind.

Auch Bill Gates hatte bereits vor Jahren die Vision Computer so intelligent zu programmieren, dass sie zum Beispiel Dinge des täglichen Bedarfs selbstständig tun. Oder eben Geräte so miteinander zu vernetzen, das eine Kommunikation/Interaktion ohne Menschen stattfinden kann.

Und genau diese Visionen wurden umgesetzt: Das Internet vermittelt nun nicht allein Informationen zwischen Menschen, sondern vernetzt Dinge miteinander.

Gegenstände werden vernetzt, um das Leben des Konsumenten zu erleichtern. Wir kennen bereits die weltweite Vernetzung von Computern und Smartphones. Aber jetzt sollen alle möglichen Geräte – von der Kaffeemaschine, über Kleidung, Thermostate und Autos bis zum Garagentor vernetzt werden. Der Kühlschrank bestellt Lebensmittel, wenn er leer ist. Der Papierkorb meldet sich von selbst, wenn er voll ist. Das Auto funkt zur Werkstatt, wenn es eine Reparatur benötigt: In Zukunft sollen die unterschiedlichsten Gegenstände mit Sensoren und Chips versehen, vernetzt sein, kommunizieren.

Maschinen werden produktiver, wenn sie mit Sensoren ausgestattet werden. Die Sensoren messen Kennzahlen im Betriebsmodus: Parameter wie Temperatur, Geschwindigkeit, Abnutzung etc. Diese Daten werden per Internet gespeichert und der Maschine selbst wieder zur Nutzung übermittelt. Die Maschine merkt nun von selber, ob und wenn ein Schaden entsteht und kann sich selbst reparieren oder falls nicht möglich die Störung melden.

In der Logistik ist dies heute schon Alltag, da Päckchen und Behälter mit Chips ausgestattet sind, die nicht nur Produktinformationen sondern auch das Transportziel speichern. Jede Sendung, die an einer Sortiermaschine vorbeifährt, übermittelt ihren Bestimmungsort, wird entsprechend eingeordnet und zielgerichtet weiterbefördert. Diese Prozesse laufen schnell, autonom und lokal ab. Derartige Abläufe werden durch das Internet der Dinge in vielen anderen Anwendungsfeldern möglich.

Wir können mittlerweile auch komplette Bauanleitungen an 3D-Drucker übergeben und diese produzieren die Gegenstände ohne nennenswerte menschliche Handwerksarbeit. Auch Ärzte haben es in Zukunft leichter: Gesundheitsbänder, die unseren Gesundheitszustand über Herz- und Kreislaufinformationen, Art und Ort der Belastung, Blutwerte etc. messen und speichern, können diese Informationen direkt zu unserem Arzt übermitteln.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist die intelligente Stromnutzung: Lichtblick und Tesla arbeiten an einem Schwarmdirigenten, der die Verteilung von Strom von Ökostromerzeugern speichert und über das Stromnetz bereitstellt. In einigen Jahren sollen auch private Stromerzeuger erfasst werden können. Die Vision: große umweltschädliche Kraftwerke braucht dann nur noch die Industrie.

Das Internet der Dinge revolutioniert die IT-Branche und macht den Weg frei für die Digitalisierung – bereits 50 Milliarden Geräte soll das Internet der Dinge bis 2020 umfassen, hat der Marktforschungsanbieter Gartner vorhergesagt.

Schon bald werden auch alltägliche Gegenstände wie Rauchmelder, Temperatursteuerungen, Rasensprenger, Beleuchtungsanlagen, Kühlschränke, Autos, Garagen, Thermostate, Spielzeug und vieles mehr ständig online sein. Weil es kaum etwas kostet, die Geräte mit dem Netz zu verbinden – und weil sich die Geräte dann per Smartphone-App steuern und bedienen lassen.

Worauf muss man achten?

Ein großes Thema bei all diesen Anwendungen rund um das Internet der Dinge ist die Datensicherheit und die Angst vor Datenmissbrauch. Das ist gerade für Unternehmen sehr wichtig. Um das Sicherheitsmanagement zu vereinfachen und die sensiblen Daten eines Unternehmens zu schützen, sollten einige Punkte beachtet werden:

  • Die richtige Netzwerklösung, damit Automatisierung ermöglicht wird. Die Automatisierung kann Probleme angehen, sobald sie entstehen, eine sofortige Behebung ermöglichen und so die Reaktionszeit verkürzen. So werden mögliche Netzwerkausfälle oder Schäden durch einen Angriff stark reduziert.
  • Ein Security Information und Event Management (SIEM) sollte eingeführt werden. Durch die Einführung des IoT ist es wichtiger denn je, dass Sicherheitsmaßnahmen verstärkt und eingehalten werden und Probleme einfach und effizient gelöst werden. SIEM bietet rund um die Uhr Überwachungsdienste für die IT. Sicherheits- und Betriebsvorfälle werden erkannt, indem forensische und Echtzeitdaten mit Netzwerkgeschwindigkeit registriert werden.
  • Neue Datenschutzregelungen sollten getroffen werden. Es liegt in der Verantwortung der IT-Abteilung, sicherzustellen, dass die Richtlinien eingehalten und nur freigegebene Geräte und Technologien genutzt werden.

 

Masiar IghaniInternet der Dinge – was ist das eigentlich?