KI-Strategie im Mittelstand: Der Ein-Seiten-Plan statt 60-Folien-Deck
Wir haben viele KI-Strategiepapiere gesehen, die beeindruckend aussahen und nichts bewegten. Die Projekte, die liefern, folgen fast immer einem Plan, der auf eine Seite passt.
Eine tragfähige KI-Strategie für den Mittelstand passt auf eine Seite und besteht aus sechs Zeilen: Engpass, Anwendungsfall, Datenquellen, Messgröße, Verantwortlicher und Termin für die Go-oder-No-Go-Entscheidung. Ein 60-Folien-Deck beantwortet alle Fragen außer der wichtigsten, nämlich was im nächsten Monat passiert. Mit den sechs Zeilen ist der Zwei-Wochen-Pilot bereits definiert.
Warum große Strategiepapiere scheitern
Ein 60-Folien-Deck beantwortet alle Fragen außer der wichtigsten: Was tun wir nächsten Monat? Je breiter die Strategie, desto kleiner die Wahrscheinlichkeit, dass irgendetwas davon produktiv wird. Der Mittelstand hat keine Stabsabteilung für Grundsatzfragen, und das ist hier ein Vorteil.
Die sechs Zeilen, die zählen
- Engpass: Wo verlieren wir heute messbar Zeit oder Marge?
- Anwendungsfall: Welcher eine Use Case greift diesen Engpass an?
- Datenquellen: Welche zwei, drei Systeme braucht er?
- Messgröße: Welche Zahl muss sich in welchem Zeitraum bewegen?
- Verantwortlicher: Wer treibt es intern, mit wie vielen Stunden pro Woche?
- Termin: Wann fällt die Go-oder-No-Go-Entscheidung, auf welchen Zahlen?
Vom Plan zum Beweis
Mit diesen sechs Zeilen ist der 2-Wochen-Pilot definiert. Danach haben Sie kein Bauchgefühl, sondern eine Vorher-Nachher-Messung, und die zweite Zeile Ihrer Strategie schreibt sich fast von selbst. So entsteht ein Portfolio produktiver Anwendungsfälle statt eines Papiers.
Den Einstieg in Zeile eins liefert der Engpass-Check: fünf Minuten, branchenspezifisch, mit Euro-Zahl.
Häufige Fragen
Warum bringen umfangreiche KI-Strategiepapiere selten Ergebnisse?
Ein 60-Folien-Deck beantwortet alle Fragen außer der wichtigsten: Was tun wir nächsten Monat? Je breiter die Strategie, desto kleiner die Wahrscheinlichkeit, dass davon etwas produktiv wird. Eine KI-Strategie, die nicht sagt, was im nächsten Monat passiert, ist keine.
Was muss in einer KI-Strategie für den Mittelstand mindestens stehen?
Sechs Zeilen genügen: der Engpass, an dem heute messbar Zeit oder Marge verloren geht; der eine Anwendungsfall, der ihn angreift; die zwei, drei benötigten Datenquellen; die Messgröße samt Zeitraum; der interne Verantwortliche mit Stundenbudget pro Woche; und der Termin, an dem die Go-oder-No-Go-Entscheidung auf Zahlen fällt.
Wie kommt man vom Ein-Seiten-Plan zum ersten belegten Ergebnis?
Mit den sechs Zeilen ist der Zwei-Wochen-Pilot bereits definiert. Danach haben Sie kein Bauchgefühl, sondern eine Vorher-Nachher-Messung - und die zweite Zeile der Strategie schreibt sich fast von selbst. So entsteht ein Portfolio produktiver Anwendungsfälle statt eines Papiers.
Wie findet man den Engpass, mit dem die KI-Strategie starten sollte?
Zeile eins des Plans fragt danach, wo heute messbar Zeit oder Marge verloren geht. Den Einstieg liefert der Engpass-Check: fünf Minuten, branchenspezifisch und mit einer Zahl in Euro. Mehr Strategie braucht der Start nicht - sechs Zeilen, zwei Wochen, eine Zahl.
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