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Forschung · Stand August 2026

KI im deutschen Mittelstand: die Zahlenlage.

Diese Seite enthält nur Zahlen und Fakten — keine Einschätzungen, keine Prognosen, keine Angebote. Zu jeder Zahl stehen Quelle, Stichprobe und Erhebungszeitpunkt. Wo eine Zahl aus eigenen Projekten stammt, ist sie blau hinterlegt und getrennt von externen Erhebungen ausgewiesen.

25 Kennzahlen8 QuellenZuletzt geprüft: 1. August 2026
01

Verbreitung

Zwei Erhebungen, zwei unterschiedliche Grundgesamtheiten — und genau darin liegt die aussagekräftigste Zahl dieser Seite: Über alle Unternehmen ab 20 Beschäftigten gerechnet nutzt eine deutliche Minderheit KI. Beschränkt man die Grundgesamtheit auf den Mittelstand, halbiert sich der Anteil noch einmal.

41 %

der Unternehmen ab 20 Beschäftigten setzen KI ein. Im Vorjahr waren es 17 %.

Bitkom, KI-Studie 2026 · n = 604 · PI 11.03.2026 [1]

48 %

planen den Einsatz oder befinden sich in der Diskussionsphase.

Bitkom, KI-Studie 2026 · n = 604 [1]

20 %

der mittelständischen Unternehmen nutzen KI — rund 780.000 Betriebe.

KfW Research, Fokus Nr. 533, Februar 2026 · Sonderauswertung KfW-Mittelstandspanel [2]

4 % → 20 %

Anstieg im Mittelstand binnen sechs Jahren: 2016–2018 waren es 4 %, 2022–2024 bereits 20 %.

KfW Research, Februar 2026 [2]

Von 100 Unternehmen setzen KI ein …

Je ein Punkt = ein Unternehmen · gefüllt = setzt KI ein

41 von 100

Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland

Bitkom 2026 · n = 604 [1]

20 von 100

mittelständische Unternehmen — dieselbe Frage, engere Grundgesamtheit

KfW Research 2026 [2]

Als Tabelle
GrundgesamtheitAnteil mit KI
Unternehmen ab 20 Beschäftigten [1]41 %
Mittelstand insgesamt [2]20 %

Anteil mit KI im Einsatz, nach Grundgesamtheit

Prozent der jeweils befragten Unternehmen

Unternehmen ab 20 Beschäftigten41 %

Bitkom 2026, n = 604 [1]

Mittelständler ab 50 Beschäftigten36 %

KfW Research 2026 [2]

Mittelstand insgesamt20 %

KfW Research 2026 [2]

Mittelstand 2016–2018 (Ausgangswert)4 %

KfW Research 2026 [2]

Als Tabelle
GrundgesamtheitAnteil
Unternehmen ab 20 Beschäftigten [1]41 %
Mittelständler ab 50 Beschäftigten [2]36 %
Mittelstand insgesamt [2]20 %
Mittelstand 2016–2018 [2]4 %
02

Industrie und Produktion

Erhebung unter Industrieunternehmen des verarbeitenden Gewerbes ab 100 Beschäftigten, durchgeführt auf der Hannover Messe.

42 %

der Industrieunternehmen setzen KI in der Produktion ein, weitere 35 % planen es.

Bitkom, Industrie 4.0 · n = 552 · PI 27.03.2025 [3]

82 %

halten KI für entscheidend für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie.

Bitkom, Industrie 4.0, 2025 · n = 552 [3]

46 %

befürchten, dass die deutsche Industrie die KI-Revolution verpasst.

Bitkom, Industrie 4.0, 2025 · n = 552 [3]

77 %

der Unternehmen, die KI bereits einsetzen, sehen ihre Wettbewerbsposition verbessert.

Bitkom, KI-Studie 2026 · n = 604 [1]

03

Hürden

In beiden Erhebungen steht nicht die Technik an erster Stelle, sondern das Können der eigenen Leute und das Zusammenspiel mit vorhandenen Prozessen.

53 %

nennen fehlende KI-Kompetenz im Team als größte Hürde.

Bitkom, KI-Studie 2026 · n = 604 [1]

42 %

nennen fehlende Expertise für die Integration von KI in bestehende Prozesse.

Bitkom, Industrie 4.0, 2025 · n = 552 [3]

50 %

warten ab, welche Erfahrungen andere Unternehmen mit dem KI-Einsatz machen.

Bitkom, Industrie 4.0, 2025 · n = 552 [3]

Die meistgenannten Hürden

Nicht die Technik steht oben, sondern das Können und das Abwarten

Fehlende KI-Kompetenz im Team53 %

Bitkom, KI-Studie 2026 [1]

Abwarten, was andere für Erfahrungen machen50 %

Bitkom, Industrie 4.0, 2025 [3]

Fehlende Expertise für die Integration in Prozesse42 %

Bitkom, Industrie 4.0, 2025 [3]

Zwei Erhebungen mit verschiedenen Grundgesamtheiten — die Balken zeigen die Rangfolge innerhalb der jeweiligen Befragung, nicht einen gemeinsamen Wert.

Als Tabelle
HürdeNennungen
Fehlende KI-Kompetenz im Team [1]53 %
Abwarten [3]50 %
Fehlende Integrations-Expertise [3]42 %
04

Weiterbildung

Die Lücke zwischen dem, was Beschäftigte wollen, und dem, was Unternehmen anbieten, ist in dieser Erhebung die größte Einzeldifferenz.

49 %

der Unternehmen ermöglichen KI-Fortbildungen — davon 5 % für alle Beschäftigten, 16 % für einen Großteil, 28 % nur für ausgewählte Personen.

Bitkom · n = 602 Unternehmen ab 20 Beschäftigten · Erhebung 2024 [4]

48 %

ermöglichen gar keine Weiterbildung zu KI.

Bitkom · n = 602 · 2024 [4]

61 %

der Erwerbstätigen würden sich gerne zu KI fortbilden.

Bitkom · n = 1.007 Personen ab 16 Jahren · 2024 [4]

68 %

der Unternehmen erwarten, dass generative KI zusätzlichen Fachkräftebedarf schafft.

Bitkom · n = 602 · 2024 [4]

Wen die Weiterbildung erreicht

Anteil der Unternehmen, je 100 · geordnete Abstufung von „alle“ bis „niemand“

alle Beschäftigten · 5 % ein Großteil · 16 % ausgewählte Personen · 28 % niemand · 48 % keine Angabe · 3 %

Bitkom · n = 602 Unternehmen ab 20 Beschäftigten · 2024 [4]. Die drei linken Segmente ergeben zusammen die 49 %, die überhaupt Weiterbildung ermöglichen.

Als Tabelle
Wer wird weitergebildetAnteil
Alle Beschäftigten5 %
Ein Großteil16 %
Ausgewählte Personen28 %
Niemand48 %
Keine Angabe3 %
05

Demografie

Der Grund, warum Erfahrungswissen in dieser Dekade zum Engpass wird, steht nicht in einer KI-Statistik, sondern in der Bevölkerungsvorausberechnung. Diese Zahlen sind keine Marktprognosen — die betreffenden Jahrgänge sind bereits geboren.

13,4 Mio.

Erwerbspersonen erreichen bis 2039 das gesetzliche Rentenalter von 67 Jahren.

Statistisches Bundesamt · Mikrozensus 2024 · PM August 2025 [6]

−4,3 Mio.

Arbeitskräfte fehlen bis 2036, wenn der letzte geburtenstarke Jahrgang das Rentenalter erreicht.

Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) [7]

−7 %

Erwerbspersonen: von rund 55 Mio. (2025) auf rund 51,2 Mio. (2036).

IW Köln [7]

1957–1969

die zahlenmäßig stärksten Jahrgänge, die in den nächsten 15 Jahren in den Ruhestand gehen.

Statistisches Bundesamt [6]

06

Automatisierung

Zum Vergleich, was der deutsche Industriebestand bei einer anderen Technologie bereits erreicht hat: Bei Industrierobotern gehört Deutschland weltweit zur Spitze — bei der KI-Verbreitung im Mittelstand nicht.

449

Industrieroboter je 10.000 Beschäftigte im verarbeitenden Gewerbe — Platz 3 weltweit.

IFR, World Robotics 2025 · Datenjahr 2024 [8]

278.900

Roboter im Bestand — europäischer Spitzenwert.

IFR, World Robotics 2025 [8]

40 %

aller Fabrikroboter der EU-27 stehen in Deutschland.

IFR, World Robotics 2025 [8]

27.000

neu installierte Industrieroboter im Jahr 2024.

IFR, World Robotics 2025 [8]

Roboterdichte im verarbeitenden Gewerbe

Einheiten je 10.000 Beschäftigte · Datenjahr 2024

Deutschland449

IFR, World Robotics 2025 [8]

Westeuropa (Neuinstallationen 2024)267

IFR, World Robotics 2025 [8]

Als Tabelle
RegionRoboter je 10.000
Deutschland [8]449
Westeuropa [8]267
07

Fristen

Termine aus der KI-Verordnung der EU (Verordnung (EU) 2024/1689). Keine Prognosen, sondern im Amtsblatt festgelegte Geltungsdaten.

1. August 2024 Verordnung in Kraft getreten

Ab hier laufen alle weiteren Fristen.

2. Februar 2025 Artikel 4: KI-Kompetenz gilt

Betreiber und Anbieter müssen sicherstellen, dass ihr Personal über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügt — rollenbezogen, für jeden Betrieb, der KI einsetzt. Ebenfalls seit diesem Datum: das Verbot bestimmter KI-Praktiken.

2. August 2025 Pflichten für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck

Transparenz- und Dokumentationspflichten für Modellanbieter, dazu Governance-Strukturen und Sanktionsregeln.

2. August 2026 Hauptteil der Verordnung gilt

Darunter die Pflichten für Hochrisiko-Systeme nach Anhang III und die Transparenzpflichten nach Artikel 50.

2. August 2027 Hochrisiko-Systeme in regulierten Produkten

Für KI als Sicherheitsbauteil in Produkten, die bereits einer EU-Konformitätsbewertung unterliegen — für den Maschinenbau der relevanteste Termin.

08

Eigene Messungen

Diese Zahlen stammen aus skillbyte-Projekten, nicht aus repräsentativen Erhebungen. Sie beschreiben einzelne Betriebe und sind nicht auf den Mittelstand insgesamt übertragbar. Sie stehen hier, weil sie überprüfbar erhoben wurden: eine Vorher-Zahl, eine Nachher-Zahl, dieselbe Methode.

6 h → 76 min

Lösungszeit pro Störung im Service.

TROESTER · 12 angebundene Systeme · 500 Mitarbeitende [5]

−60 %

wiederkehrende Rückfragen an Expert:innen.

TROESTER [5]

+12 %-Pkt.

mehr richtige Antworten im laufenden Betrieb.

Lichtenheldt [5]

3 Wo. → 4–24 h

Time-to-Quote bei technischen Angeboten.

Angebots-Assistent im Einsatz [5]

Vorher und nachher, je Fall auf den eigenen Ausgangswert bezogen

Achse: 0 bis 100 % des Ausgangswerts · die absoluten Werte stehen an den Enden

Lösungszeit pro Störung im Service

nachher 76 Minuten · 21 % des Ausgangswertsvorher 6 Stunden

Wiederkehrende Rückfragen an Expert:innen

nachher 40 % · −60 %vorher 100 %

Time-to-Quote bei technischen Angeboten

nachher 4–24 Stundenvorher 3 Wochen

Die Einheiten unterscheiden sich je Zeile (Stunden, Prozent, Wochen). Eine gemeinsame Achse darüber gäbe es nicht — deshalb ist jede Zeile auf ihren eigenen Ausgangswert bezogen und die absoluten Werte stehen dabei.

Als Tabelle
Kennzahlvorhernachher
Lösungszeit pro Störung [5]6 Stunden76 Minuten
Wiederkehrende Rückfragen [5]100 %40 %
Time-to-Quote [5]3 Wochen4–24 Stunden

Quellen

Externe Zahlen sind unverändert übernommen. Wo eine Erhebung Unternehmen ab einer bestimmten Größe befragt, steht diese Grenze dabei — sie entscheidet darüber, ob eine Zahl den Mittelstand beschreibt oder nicht.

  1. Bitkom e. V., „Künstliche Intelligenz in Deutschland“, Studienbericht 2026. Repräsentative Befragung von 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland. Presseinformation vom 11. März 2026. bitkom.org
  2. KfW Research, „Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Mittelstand“, Fokus Volkswirtschaft Nr. 533. Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels, einer jährlichen repräsentativen Befragung mittelständischer Unternehmen. Februar 2026. kfw.de
  3. Bitkom e. V., „Industrie 4.0: 42 Prozent der Unternehmen setzen KI in der Produktion ein“. Repräsentative Befragung von 552 Industrieunternehmen des verarbeitenden Gewerbes ab 100 Beschäftigten, erhoben auf der Hannover Messe. Presseinformation vom 27. März 2025. bitkom.org
  4. Bitkom e. V., „Jedes zweite Unternehmen ermöglicht KI-Fortbildungen“. Befragung von 602 Unternehmen ab 20 Beschäftigten sowie 1.007 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, erhoben 2024. bitkom.org
  5. Eigene Projektmessungen der skillbyte GmbH. Einzelne Kundenprojekte, jeweils mit Vorher- und Nachher-Erhebung nach identischer Methode. Nicht repräsentativ. Kundengeschichte TROESTER
  6. Statistisches Bundesamt (Destatis), „13,4 Millionen Erwerbspersonen erreichen in den nächsten 15 Jahren das gesetzliche Rentenalter“. Vorausberechnung auf Basis des Mikrozensus 2024. Pressemitteilung August 2025. destatis.de
  7. Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln), „Babyboomer in Rente: Bis 2036 fehlen 4,3 Millionen Arbeitskräfte“. Projektion der Erwerbspersonenzahl bis 2036. iwkoeln.de
  8. International Federation of Robotics (IFR), World Robotics Report 2025. Datenjahr 2024. Roboterdichte je 10.000 Beschäftigte im verarbeitenden Gewerbe, Bestand und Neuinstallationen. ifr.org

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