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Skillbyte Podcast #39: 10 Lektionen, die wir in 40+ Jahren Softwareentwicklung gelernt haben (Teil 1)

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In diesem Podcast geht es um das Thema: 10 Lektionen, die wir in 40+ Jahren Softwareentwicklung gelernt

// Inhalt //
01:20 – 1. Lektion: Halte die Komplexität in IT-Projekten so niedrig wie möglich
08:24 – 2. Lektion: Der beste Code ist einfacher Code.
14:44 – 3. Lektion: Gutes Projektmanagement ist wichtiger als das Vorgehensmodell
22:36 – 4. Lektion: Es ist sehr wichtig eine verantwortliche Person zu bennen
25:07 – 5. Lektion: Katastrophen werden passieren – stelle dich darauf ein!

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// AUTOMATISCH GENERIERTES TRANSKRIPT //

Also das Gefühl, wenn du so ein Ding gelöst hast. Das ist. Ich weiß es nicht. Ich kann nicht sagen, es ist besser als beim Sex. Aber es ist halt klar, den noch viele ein bisschen Aufregung und Spannung. Endorphine werden ausgeschüttet und wenn es dann gelöst, dass man das Adrenalin weg ist, dann fühlt sich einfach nur so hey, quasi.

Herzlich Willkommen zum Skill bald Podcast Nr. 39 10 Lektionen, die wir in mehr als 40 Jahren Softwareentwicklung gelernt haben. Teil 1 Abonniert unseren Podcast für mehr spannende Themen aus dem Technologie Umfeld er Entscheider oder die Fachkraft seid. Wenn ihr Hörer Fragen auf der Prisoner habt, sendet uns gerne eine E-Mail an Podcasts. Geh weiter. Bewertet diese Episode gerne mit 5 Sternen und wir uns immer bei Weiterempfehlung an Freunde und Kollegen und schaut auch bei der Skill BYD Jopp Seite vorbei. Ich bin hier heute wieder mit Malaysia.

Hallo Malaysia. Hallo Boris, grüß dich.

Freut mich, dass du da bist und dass wir heute aus deinem ganzen Erfahrungsschatz schöpfen können. Ich hoffe, da bin ich ganz sicher. Ich springe einfach mal mit der ersten Lektion rein und illustrer kurz das Problem und dann können wir gemeinsam darüber sprechen. Die erste Lektion ist Halte die Komplexität in Projekten so niedrig wie möglich. Was bedeutet das genau? Das Problem besteht darin, dass häufig in Projekten alle möglichen Werkzeuge verwendet werden Libraries, alte wie neue. Daraus entsteht eine sehr, sehr hohe Komplexität und ein Wartungsaufwand.

Weil natürlich jede Library dies irgendwann mal ins Projekt geschafft hat, muss mitgeschleppt, gewartet werden, weiterentwickelt werden. Gegebenenfalls. Wenn Sicherheitslücken auftreten, müssen die gefixt werden, was zu einem sehr großen Aufwand bei Versions Upgrades führt. Denn all diese Inhalte, die einmal ins Projekt gekommen sind, die laboris, müssen mitgezogen werden.

Das wird insbesondere dann kritisch, wenn man Komponenten verwendet hat, die aus dem Support raus sind, also die einfach nicht mehr gepflegt werden, weil es sich beispielsweise um eine veraltete Technologie handelt. Ich bin sicher, da kannst du auch eine ganze Menge zu sagen. Leider ja. wÃchentlich wir aber bei dem Lieblingsthema Scrum, wo die Verantwortung ja quasi dem Team obliegt und das Management diesen Prozess komplett vertraut. Nämlich, dass das Team sich selber organisiert. Dass das Team, bevor sie neue Tools und Technologien einführt, sich einig ist.

Ich muss jedem Mensch mit tatsächlichen Augen öffnen sein. Dem ist nicht so. In jedem Projekt, wo ich war, wo das so mal rigoros gelebt worden ist, haben Entwickler Tools Frameworks eingeführt, wie sie wollten. Natürlich, der Entwickler will dazulernen. Das ist auch völlig legitim. Er will mit neuen Technologien spielen. Aber leider hat halt der Entwickler, gerade jüngere Entwickler, nicht dieses Bewusstsein, dass das ja auch später jemand betreiben muss. Jemand muss das verstehen, der, der nach ihm kommt oder wie auch immer.

Das heißt, diese Betriebs Komponente, diese Langfristigkeit hat er leider nicht im Auge, sondern in dem Moment hatte erst mal nur seinen eigenen Vorteil oder seinen eigenen Spieltrieb nachgegeben und das fällt dem Projekt hinterher auf die Füße. Das sind nicht nur Tools. Also es gibt Projekte, wo ich erlebt habe, dass auf ihr für verschiedene Test Frameworks eingeführt worden sind. Im schlimmsten Fall hätte einer nicht mehr erkannt was das sollte und baute sein eigenes Ding. Machen hat seins drüber gestülpt.

Schwuppdiwupp hast du diese 400 Frameworks drin und es ist einfach nur noch Kraut und Rüben. Und das mal der ganzen Komplexität, die jedes Buch für sich mitbringt. Security Patches, Versions Upgrade, was du erwähnt hast und so weiter und so fort. Oder es wurde entschieden. Okay, Kafka ist es cool in aller Munde. Lass uns Kafka, nutze dem Projekt. Dann wurde das einfach eingeführt, dass das jemand betreiben muss, dass da zu einem Kafka viel mehr gehört als in Docker Run.

Das wird halt ausgeblendet. Aber nachher muss die Software drauf laufen. Und wenn dann tatsächlich Probleme auftauchen, blickt keiner durch. Eine schlimmsten Fall ist der, der das einführt. Hat 3, 4, 5, 6 Monate später weg und dann läuft das Ding halt irgendwo.

Ich bin auch auf jeden Fall dafür, dass man so eine Art Architektur Verantwortlichen hat im Team, der die Langfristigkeit der Anwendung im Blick hat, der den Application Lifecycle kennt, also dem bewusst ist Wenn das hier ein Erfolg ist, dann muss das noch 5 Jahre erstens weiterentwickelt werden und dann gepflegt werden und irgendwann ist die heiße Entwicklungsphase vorbei. Dann geht es in den Betrieb und der ist eben nicht mehr so von neuen Werkzeugen geprägt, sondern da kommt es darauf an, dass die Werkzeuge, die man hat, möglichst lange eben supported werden.

Und oftmals kristallisiert sich in einem Team ja schon so jemand raus. Das Problem ist, wenn der formal nicht die Macht bekommen hat. Da kann man gleich noch zu Neiman Lektion zu sagen Okay, so machen wir das. Oder auch die Frage zu stellen Wenn da eine neue Technologie eingeführt wird, was bringt uns das, was kostet uns das? Also ich sehe auch die Lösung dieses Problems darin, dass man als guter Entwickler tendenziell mit möglichst wenig Abhängigkeiten auskommen sollte ein Testing Framework und dann ein möglichst branchenübliche, was halt wahrscheinlich noch lange Unterstützung findet.

Bewährte Tool Scheines einsetzen. Nicht unbedingt das neueste und heißeste, sondern etwas, was es. Einige Jahre gibt und was eine gewisse Verbreitung erfahren hat, dass man halt auch Infos zum Internet findet. Aber dennoch, ich meine, das muss uns ja auch klar sein. Einen gewissen Prozentsatz an neuen Technologien muss man in jedem Projekt einsetzen, sonst würde man ja stehenbleiben. Absolut.

Mir geht es auch weniger so, dass man sie hinterher betreiben kann. Es ist ein Punkt für sich. Ja, aber das größere Problem sich in der Komplexität. Ja, du hast ein System und dieses System hat ne gewisse Entropie. Und jedes Tool, jedes Framework, jedes Stück, was du dazu nimmst, erhöht die Entropie. Das heißt, das System wird komplexer und ihr komplexes wird es. Mehr Manpower Bausumme um das am Laufen zu halten.

Da kann ich wirklich auch aus meiner Historie sprechen in einem Projekt, das es noch gar nicht so lange her. Dann werden auch ich glaube zwei oder drei verschiedene Test Frameworks benutzt, das einem brauch Not und p.m. Als Abhängigkeit, damit es funktioniert. Das andere ist von Java STANDARD Framework und da sieht man richtig die verschiedenen Altersstufen des Projektes, wann mal was Neues probiert wurde. Und das führt dazu, dass irgendwann einer sagt Boah, wir müssen das alles neu machen, weil keiner mehr durchsteigen.

Also halte die Komplexität niedrig. Weniger Komplexität ist meiner Ansicht nach ein Genie Streich. Also jemand, der darauf achtet, da hat man schon so viel gewonnen. Weniger Komplexität heißt weniger Bugs, weniger Probleme, weniger Sicherheitslücken und generell ein besseres Software Verständnis von dem entwickelten Artefakt. Ein Aufschwung aus dieser Lektion hört man z.B. in der Skill BYD Podcast Episode Nr. 18, warum IT-Projekte so teuer sind. Die Komplexität führt nämlich dazu, dass die Preise irgendwann explodieren oder der Aufwand explodiert.

Also für mich bedeutet professionelle Softwareentwicklung auch nicht, jedem Trend ungefragt hinterherzulaufen, sondern primär eine konsistente Architektur anzustreben und Neuerungen gezielt einzubauen. Ich hab mal gelesen, dass man pro Projekt 15 bis 25 prozent an neuen Komponenten einsetzen kann, wo man hofft, dass die möglichst lange gewartet werden. Das wäre dann so ein guter Wert.

Es ist schwierig, das so in Prozenten auszudrücken. Ich glaube, jedes Projekt ist sehr spezifisch. Bei dem einen bedarf es mehr an neuer Technologie. Keine Ahnung. Wenn du sagst, ich möchte jetzt auf Echtzeit Streaming gehen, dann kommt halt nur ein oder zwei Tunes in Frage. Will sagen, es ist finde ich schwer nachzuvollziehen, so Prozentzahlen zu sagen. Drittel der Komponenten sollten neu sein. Also jetzt rein subjektiv. Aus meiner Erfahrung kann ich jetzt nicht an irgendwelche Zahlen festmachen.

Es ist immer individuell.

Das stimmt. Und wichtig wäre noch darauf zu achten, dass wenn man so eine Komponente einsetzt, sondern eine neue Technologie einsetzt, dass es eine saubere Schnittstelle gibt. Wenn du jetzt sagst Echtzeit Streaming, dann gibt’s ja irgendwie ein Interface, um diese Streaming Komponente anzusprechen, dass das halt sauber ist, dass man das nötigenfalls mal wechseln kann. Das sehe ich genauso. Also neue Tools können ausprobiert werden und jeder von uns hat natürlich den Drang, das zu tun und möglichst viele Sachen neu auszuprobieren.

Aber in einem professionellen Projekt muss man das abwägen, ob das wirklich immer sinnvoll ist. Die zweite Lektion stößt ja ein bisschen ins gleiche Horn. Der beste Code ist einfacher Code. Das ist meiner Ansicht nach auch ein Problem, wenn man die Entwickler sich selber überlässt. Also dieses Prinzip do not repeat yourself.

Die R ui, das kennt sie ja bestimmt auch. Das wird ins Extreme verkehrt. Also da werden Konfigurationen über Bilder Patterns gebaut und verschiedene Dinge, wo ein einfaches Textteil gereicht hätte. Ja, weil man diese Konfiguration nur einmal sozusagen einliest und dann nicht mehr braucht. Da werden Konstrukte aufgesetzt, die wahnsinnig komplex sind für eine einfache Sache. Und man guckt mehr darauf, ne Funktion nur wirklich einmal zu implementieren, statt dass man sagt Okay, is of reading ist hier wichtig.

So eine flache Konfigurationsdatei, auch wenn sich da irgendwie einen Wert doppelt. Ja, also Server für Datenbank und Server für sagen wir mal E-Mail ist jetzt vielleicht der gleiche, dann steht zweimal der gleiche Wert da drin, dass man trotzdem die beiden Werte einfach reinschreibt, anstelle dass man die Konfiguration dann wiederverwendet.

Also ich würde tatsächlich auch Einfachheit über Dry favorisieren, wenn es hart auf hart kommt. Sich entscheiden müsse ich mich persönlich immer wiederholen, als das Ganze kompliziert zu machen.

Würde ich auch so sehen. Also es gibt natürlich für jedes Pattern die Entwicklungspfad, dann haben natürlich ein Sinn. Ich möchte hier überhaupt nicht gegen Patterns wettern, aber ich habe es schon gesehen. Statt einer einfachen for-Schleife wurde ein komplexes Producer Consumer Pattern implementiert. Wurde dann irgendwie zehn Werte von irgendeinem Dienst consumers wurden, wo man denkt ja okay, die zehn Werte jetzt auch einfach als Liste übergeben können, da hätte jeder verstanden, was du willst. Und so muss man das erst ausgraben.

Man muss ja sagen, die Idee Unterstüzung ist ja auch tatsächlich so weit, dass sie auch q blöcke wär, wenn du sie wiederholst erkennt das sei es. Sowas lässt sich schneller auffinden, weil Dojo BDO Set kommt er dann zum Tragen, wenn du Code verändern willst? Und muss irgendeine Änderung reinnehmen, dass du seine Stelle machst und an der anderen Stelle vergisst. Hast du ein Bad drin? Sowas lässt die Idee dann schon erkennen, dass das die Unterstützungs entsprechend da.

Das spricht dann für mich auch eher dafür, dass sich das System mir einfacher halte oder mein Boot, als es zwingend unter allen Umständen auf Teufel komm raus diesem Prinzip gerecht werden muss. Genau.

Also ich glaube ein gutes Beispiel für Dohna Creepy yourself wird z.B. die Berechnung der Mehrwertsteuer, die aktuell bei 16 prozent statt bei 19 prozent liegt. Wenn das natürlich komplett durchs Programm verstreut ist, wird es sehr aufwendig, alle Stellen zu erwischen. Da will man natürlich eine Methode haben, die dann überall aufgerufen wird.

Aber gerade bei Configuration Klassen oder Klassen, die so Rest Calls aufrufen oder so. Da kann man sich dann doch sehr Fahrkünste an Was mir zu diesem Thema sofort einfällt ist eher so diese wie sich verschachteln Stream Map Filter Konstrukte über mehrere Zeilen gehen. Das ist für mich ja. Man mag sich dann hip vorkommen, weil man tolle neue Features benutzt hat, die in anderen Programmiersprachen schon länger da sind. Und es mag shiny sein, aber kann man argumentieren wie man will?

Es macht den Code schwer lesbar und das ist es mir definitiv nicht wert. Dann hab ich lieber drei Bout Blöcke, was man einfach lesen kann wie ein Buch statt sich da so einzudecken. Weil es ist ja so, du hast ja eine anonyme Funktion hinter der anderen. Diese Ketten, die aus dieser JavaScript Server Seuche herkommt. Und du musst ja wenn du das bitte folgen willst mit dem Kopf, dann musst du ja quasi ins Deck bilden. Der Rekursive ist und das strengt mich so an und Leute, das hat nix mit meinem Alter zu tun, sondern das ist einfach Mist.

Das fällt jedem schwer, als wenn ich das quasi in einfachen Zeilen hab.

Ja dieser Landa Notation, die verführt halt dazu, dass man immer ach und man filtert das. Achja und dann sortiert man es noch. Achja und dann macht man noch das Ding und dann dies und dann jenes und dann entsteht so eine Kaskade. Und in der Sekunde wo man da drinne ist ist das toll, weil man einfach da so runter schreiben kann. Aber ich hab auch schon mal eine lange Landa Funktion in zwei oder drei Blöcke aufgeteilt, weil ich einfach dann so ein Zwischenergebnis haben wollte und sage Okay, das ist die gefilterte Liste beim nächsten Mal.

Okay, das ist jetzt das tilgte Liste. Okay, das nächste Mal, da sind die gefundenen Treffer drin oder so. Sodass man dir dann eben folgen kann, wenn das irgendeiner mal anfassen muss.

Das ist also sehr richtig gesagt. In dem Moment, wo du selber dich quasi diesem Kontext aufgebaut hast und drin bist, dann lässt sich das relativ einfach runterschreiben. Aber der nächste muss ja auch da rein und der übernächste.

Also meine Regel ist, wenn der Quellcode nicht direkt auch von den Junior Entwicklungs Kollegen verstanden werden kann, was da passiert ist, dann ist er zu kompliziert. Punkt. Also klar, dass man mal ein Pattern erklären muss oder dass man sagen muss Oh, hier hab ich eine neue Funktion benutzt, dies in der neuen Version gibt. Das verstehe ich aber da Verschachtelung Stephen und irgendwelche wilden typisierten.

Ja genau das ist das nächste Ding.

Funktionen, die sich dann selber aufrufen. Ja, dann wird’s ein bisschen zu wild und man muss sagen hör mal, was machen wir eigentlich? Weil meistens mag man ja nur Daten irgendwie aufeinander, wenn man programmiert und arbeitet. Nicht immer Spaceshuttle, Steuerung und auch die Map letztlich nur Daten, auch sehr beliebt.

So typisierte Methoden Rückgabewert mit Wildcards und auch sehr Nies nicht.

Also nochmal Patterns haben natürlich ihren Sinn, aber man muss immer gucken ist das hier die richtige Hammerl Größe für das richtige Problem? Ich glaube das ist ganz wichtig.

Man muss einfach auch an andere denken, die dann kommen, vielleicht nicht nur den Skill Level haben.

Ich habe auch festgestellt, die besten Entwickler wenn eine Lösung entwickelt haben, dann hören die nicht auf und committen das einfach, sondern die lesen das dann nochmal von oben nach unten durch und vereinfachen auch komplizierte Funktionen. Also es gibt diesen Spruch Jeder Schwachkopf kann Dinge kompliziert machen, aber es braucht ein Genie um Dinge einfach zu machen. Und die gehen wirklich nochmal diese extra Runde, dass sie sagen Okay, jetzt hab ich zwar eine Lösung, die funktioniert. Aber was mache ich hier eigentlich nochmal?

Okay, das ist ein Zwischenschritt, der logisch. Das ist ein Zwischenschritt des logisch und zergliedern. Das entweder in einzelne Methoden oder einfach in logische Blöcke. Manchmal recha das Einführen von Leerzeile schon, weil du kennst ja bestimmt zu klickst in einer Datei auf nach so ne Wall of Text 300 Zeilen ohne eine Leerzeile dazwischen. Da denkt man schon Boah, was ist hier passiert? Da ist es wichtig, dass man auch diese logischen gedanklichen Schritte dann eben voneinander absetzt und dann möglichst ein einfachen Fluss hinbekommt.

Da kommen wir zur dritten Lektion und da bin ich ganz sicher, wirst du ganz viel zu sagen können. Die dritte Lektion Gutes Projektmanagement ist wichtiger als das Vorgehens Modell.

Was meinst du damit mit Vorgehens Modell? Das Vorgehens Modell könnte das agile Vorgehens Modell sein. V Modell x t Wasserfall Modell ganz klassisch oder irgendeinen meißtens wenn die Vorgehens Modelle ja nicht in Reinform ausgeführt, sondern es entsteht so eine mehr köpfige Hydra, die sich an allen Vorgehens Modellen irgendwie bedient und dann ein neues Monster erschafft. Nachdem das Team dann arbeitet nein, es soll gar nicht so negativ sein. Also natürlich gibt’s kein Vorgehens Modell in Reihenfolge. Es muss auch immer zur Firma und zum Projekt passen.

Aber ich glaube, nach den Jahren kann man schon sagen, dass man gutes Projektmanagement von schlechtem Projektmanagement unterscheiden kann.

Aber Moriz Projektmanagement gibt’s doch gar nicht mehr. Ist doch alles agil.

Ja, auch ein Kilis Projektmanagement ist ja Projektmanagement. Was ich festgestellt habe ist Es gibt so Projektmanagement, das sich so im Unternehmen entwickelt hat und was dann so implizit durchgeführt wird oder was du von oben aufgestört wird. Agil wäre z.B. ein Beispiel für Da kommt eine Entscheidung und das wird häufig von oben aufge stülpt. Ja, wir haben das jetzt gehört. Wir machen es jetzt alle. Aber diese von oben aufgestellten Modelle scheitern oft an der Realität. Also das agile Paradigma wird ausgerufen, es wird ein Sprint geplant, die Leute fangen an zu arbeiten und nach zwei Tagen kommt jemand rein und sagt Nee, das ist aber jetzt ganz wichtig.

Dann sagt man Ja, schreibs ins Backlog. Gucken wir uns zwei Wochen an So, und jetzt hasst der Lackmustest. Gelingt das jetzt? Oder sagt jemand Ja, Moment. Ich bin aber der Geschäftsführer. Ich will das jetzt sofort. Und so sterben dann die guten agilen Ansätze dann auch ein. Also die verwässern so nach und nach. Ich will das gar nicht so negativ klingen lassen, aber dann landet man meistens bei irgend so einer Zwischenform. Also um Priorisierung von oben.

Notfälle passieren. Naja, Hacker-Angriff, Sicherheitsprobleme. Das Leben bewegt sich ja auch. Es ist ja auch nicht so stark, dass es sich in ein Modell quetschen lässt. Schlüsselpersonen geht. Neue Mitarbeiter kommen, die noch keine Vorkenntnisse haben. Jemand wird krank. All das kann während der Projekte geschehen und es gibt keinen Plan, der alle Eventualitäten abdecken kann. Das ist die Realität. Wie löst man das gut?

Grundsätzlich ist es ja bei dem agilen Vorgehen. Es ist eigentlich eine Wohltat für die bisherige Softwareentwicklung gewesen. Gar keine Frage. Wir alle oder nicht alle? Vielleicht die? Die jüngeren Zuhörer nicht. Dieses Modell, das man sich vorher im Prinzip schon qualmende Ingenieuren, die Anforderungen genau holen musste, niederschreiben musste und abschätzen musste oder Modell Werkvertrag gemacht. Das hat alles nicht funktioniert. Insofern ist agil schon super. Aber ich glaube, dieses so völlig rigorose Agilität, wie das Agile Manifest sagt oder was daraus geworden ist, sag ich mal, das ist totaler Humbug.

Du kannst keinem Management erklären. Pass mal auf. Wir können dir nicht sagen, was es kostet. Wir können dir nicht sagen, wann es fertig wird. Wo hast du sowieso nichts zu melden, außer die Kohle da hinzulegen? Das funktioniert einfach nicht. Selbst wenn das Management von großen Firmen sagt Ja, wir führen das jetzt ein und egal was wir machen, ist agil, agil, agil. Trotzdem fragen sie immer nach Wann ist es fertig? Was kostet das?

Trotzdem wird Projektmanagement nicht mehr gemacht. Man merkt, dass Sie nicht loslassen können. Klar. Ich meine das selbst ich als Softwareentwickler dieses Modell ja mitgemacht hat und sehr froh ist, dass es das auch gibt, sagt. Das ist totaler Quatsch. Entwickler können machen was sie wollen. Hin und her. Das funktioniert einfach nicht. Deswegen vermischt sich das im Moment. Klar, wenn du nur diese Menschen sind, Firmen und Coaches und so weiter. Die verdienen ihr Geld damit, dieses Modell einzuführen.

Aber aus der Praxis, so wie ich es erlebe, entsteht irgendwie eine Mischform. Dadurch aber, dass diese Mischformen links beschrieben ist, vermisse ich das Alte mit dem Neuen. Und da kommen ganz komische Konstrukte raus. Mein Punkt ist jetzt gar nicht mal so finanziell und Management und Zeit, Berechnungen usw. Also auch das werden mit Sicherheit 99 prozent der Zuhörer zustimmen. Irgendwie schleicht es sich ein, dass die Komplexität Punkte plötzlich in Tagen weiter kommuniziert werden. Aber mein Punkt ist rein technisch im Moment.

Und dass sich diese Architektur Thema, dieses Setzen eines Rahmens, in dem man sich frei bewegen kann und nicht einfach blind vertrauen und sagen, dass die Macht es schon. Ah, braucht das Team einen Rahmen. Es fühlt sich wohler. Der Entwickler fühlt sich wohler, wenn ein Rahmen, in dem er sich bewegen kann, im Grunde wie ein Bauplan auf der Baustelle.

Na, da baut ja auch nicht einfach jeder drauflos, wie er lustig ist, sondern es gibt einen großen Plan und das so muss das am Ende zusammenpassen.

Genau, du gehst ja auch nicht, wenn du ein Haus bauen willst und schmeiß irgendwie schon haben wir kein Geld ins Gesicht und sagt so guck mal wir das OP’s aufbaut. Nee, du gehst mal schon denken als erstes. Genauso ist das mit der Softwareentwicklung. Es ist auch sehr schwer, wenn du als Dienstleister, was wir hier sind Verträge machen wollen. Weil wenn ich dem Kunden komme, sagt Ja. Wir arbeiten zwar als verlängerte Werkbank, das ist unser Modell, das nach timen Material.

Aber wenn wir Projekte machen und ich sage agil, dann kommen genau diese Fragen. Und wenn ich dem sage, jetzt mal nichts zu sagen, wir machen das und du kannst nur sagen Stopp nach allen 14 Fahnenmeer und Sprint Review hast. Mit dieser Zeit kannst du das Projekt stoppen. Toll. Deswegen entstehen diese Mischformen und auch Verträge. Was wir machen ist dann kein Dienstleistungs Vertrag, kein Werkvertrag, sondern agiler Vertrag. Also dieses Konstrukt gibt’s tatsächlich, wo man gewisse Rahmen festsetzt.

Ich hoffe, das wird noch ein bisschen dauern, bis das, was ich jetzt gerade sage, den Unternehmen auch tatsächlich bewusst wird und man erkennt. Rein so agil, wie es Groom oder diese Coaches einem propagieren, so geht’s einfach nicht. Das wird früher oder später kommen, spätestens wenn dann Projekte zeitlich und finanziell aus dem Ruder laufen. Wenn man sich wieder fragen warum, wieso, weshalb? Und dann, wenn das Argument auf den Tisch kommt, dann überlegt man sich etwas Neues.

Also das beste Projektmanagement, was ich erlebt habe. Es hat total problemorientiert. Das guckt wo sind die Stolpersteine oder was steht uns im Weg, was steht unserem Erfolg in weg und kümmert sich darum? Also es räumt im Grunde einfach nur Hürden aus dem Weg und lässt dem Team schon viel Autonomie. Aber kommuniziert die Ziele immer sehr klar. Also da wollen wir hin, da wollen wir hin. Da wollen wir hin und alles, was da im Weg steht. Probleme müssen gelöst werden.

Leute müssen überzeugt werden und darum kümmert sich das Projektmanagement. Und auf der anderen Seite schützt ist das Team, das das Team in Ruhe arbeiten kann und nicht in endlosen Meetings Runden verhaftet wird, um alle Stakeholder, die es irgendwie geben könnte, abzuholen. Das sind die effektivsten Projekte, in denen ich bisher gearbeitet habe, wo man einfach gesagt hat Okay, wir räumen alle Probleme aus dem Weg. Ihr könnt in Ruhe arbeiten, natürlich alle zwei Wochen oder je nach Sprint Ende wird gezeigt, woran ihr gearbeitet habt.

Und dann sagt der Kunde, wohin es als nächstes geht. Natürlich gibt’s so einen groben großen Plan, was man erreichen möchte. Mit den Schlüssel Features. Aber das war sehr zielorientiert und die Projekte, die ich so gemacht habe, waren sehr erfolgreich. Vielleicht können wir hier auch festhalten. Also das ist so mein Fazit aus dem Punkt gutes Projektmanagement. Wenn Projekte scheitern. Ich hab das noch nie erlebt, dass ein Projekt, eine Technologie scheitert, weil irgendwas nicht gegangen wäre oder so vielleicht.

Bei Raumfahrtunternehmen ist das so. Aber ganz oft sind es menschliche Faktoren, Firmenpolitik oder einfach nicht gut durchgeführtes Projektmanagement, wo dann hinterher das ganze Team demotiviert war. Das sind so die Gründe, warum Projekte scheitern.

Meiner Ansicht nach ja, ist schon so. Aber ich hatte auch. Also muss ich wirklich hervorheben einige Projekte, die wirklich super erfolgreich waren, wo gutes Projektmanagement stattgefunden hat, wo dem Team der Rücken gestärkt wurde und alle Probleme organisatorischer Art eben aus dem Weg geräumt wurden. Also super klasse gelaufen, muss ich wirklich sagen. So ein bisschen in die dritte Lektion Gutes Projektmanagement spielt die vierte Lektion hinein, würde ich sagen. Die ist nämlich Es ist sehr wichtig, eine verantwortliche Person zu benennen.

Was ist das Problem? Also das kennst du bestimmt auch bei Retro oder auch so werden Missstände benannt, was vielleicht nicht so toll ist, was man besser machen kann. Dann gibt’s eine Diskussion im Plenum, da spricht man darüber und dann wird darum gebeten, meistens von höherer Stelle, dass sich darum gekümmert wird, ohne explizit eine Person zu benennen. Vielleicht wird sogar noch ein Ticket erstellt im Backlog. So, und das wars. Und bitte kümmert euch darum.

Heißt für mich Keiner kümmert sich darum. Gerade wenn das ein heißes Thema ist. In erfolgreichen Projekten, so ist es meine Erfahrung, wird eine verantwortliche Person benannt, wenn das Thema wichtig ist. Wenn ein Thema nicht wichtig ist, dann wird keine Person benannt, aber dann braucht man es auch nicht aufschreiben. Und diese Person ist dann dafür verantwortlich, dass dieses Thema weiterverfolgt ist und hat dann die Themenführerschaft da drüber und kümmert sich auch. Und das ist gar kein Fingerprint Ding, das man sagt Okay, du kümmerst dich jetzt darum.

Sondern jeder hat ein paar Themen, für die er verantwortlich ist. Dadurch entfällt diese ganze Fragerei, wenn irgendwie Probleme in einen gewissen Themenkomplex fallen. Man weiß sofort Aha, Person X oder Epsilon ist dafür verantwortlich. Brauch halt nicht weiter zu fragen, hat sofort einen Ansprechpartner. Auf der anderen Seite hab ich ja selber drei Themen, für die ich verantwortlich bin, sodass da auch kein Ungleichgewicht entsteht. Ich weiß nicht, wie hast du das erlebt? Also auch da ist ja das Team kümmert sich.

Also wenn wir es beim Business-Modell Scrum bleiben, heißt es ja, das Team ist eigenverantwortlich und wenn ich eine gute Durchmischung hab von jüngeren und erfahrenen Entwicklern, dann erfolgt quasi alles im Team. Und die sollen sich selber organisieren. Faktisch aber auch jetzt organisatorisch, innerhalb. Selbst wenn man das Modell macht und man im Team Dinge bespricht, ist es ganz wichtig für jedes Thema Verantwortliche zu benennen. Das ist ja dieses Prinzip. Ja, das hat eine andere schon mal vielleicht gehört.

Ja, wenn du in einer Menschengruppe unterwegs bist und irgendeiner hat einen Herzinfarkt, wenn du sagst Kann jemand mal einen Arzt rufen, macht es am Ende keiner, weil sich jeder von anderen verlässt. Aber wenn du dann jemanden anguckst und sagst, kannst du einen Arzt rufen, dann ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass derjenige oder vielleicht wenn du dir selber bis überlebt.

Genauso ist es in IT-Projekte vielleicht nicht weniger dramatisch. Man braucht vielleicht nicht so oft ein Arzt, wobei das auch vorkommen kann. Je nach Katastrophen Lage. Ja. Oh mein Gott, ich seh gerade das war ja ein wundervoller Übergang. Die fünfte Lektion Katastrophen werd passieren, stell dich drauf ein. Da können wir jetzt ja mal wirklich von ein paar Katastrophen erzählen, die wir bisher erlebt haben. Ich fange mal von meiner allerersten Katastrophe an, da war ich noch Student und hab.

Eine Webseite betreut und hub zu einem gewissen Zeitpunkt des Vormittags Club zehn oder elf Uhr morgens ein Update gemacht. Dieser Webseite und die Webseite gehört einen riesigen Dax-Konzern habe das Update eingespielt. Okay, und auf die Webseite und drücke 5 aus passiert gar nichts. Und das Rad dreht sich und das Rad dreht sich und das Rad dreht sich. Ich drück nochmal 5! Das Rad dreht sich, das Rad dreht sich. Man geht auf Google um zu gucken. Hat der Rechner kein Internet oder sowas.

Alles funktioniert. ernÃhren, Webseiten funktionieren. Nochmal zurück auf die eine Webseite Rad dreht sich das Rad dreht sich, kommt keine Webseite. Da wurde mir heiß, kalt, heiß, kalt in schneller Folge mich aufgestanden und zu meinem Manager gegangen und hab gesagt Hammerl, ich habe gerade in D dein Schild an die Webseite lädt nicht mehr und er macht seinen Browser auf, geht auf die Webseite und das Rad dreht sich. Das Rad dreht sich und das Rad dreht sich.

Das war so wie im Trance, muss ich wirklich sagen. Ich war total. Oh mein Gott, was soll ich machen? Und dann griff er zum Telefon, auch relativ hektisch dann und hat wild rum telefoniert. Wahrscheinlich hat es nur 10 Minuten gedauert, aber für mich gefühlt ne Ewigkeit. Und dann hat der Kunde angerufen und gesagt, dass er gerade eine Wartung von diesem Server macht, wo ich gerade drauf wie Pleul hatte. Ich war also gar nicht schuld.

Es lag gar nicht an meinem Release, sondern der Kunde selber hatte den Server neu gestartet und dann auch noch in andere Firmen auf diesem Server drauf. Also es war quasi eine kurze Downtime von paar Minuten, wo ich nichts konnte, weil ich einfach nicht wusste, dass da jetzt durchgestartet wird oder so. Das heißt, am Ende war ich nicht schuld, aber das will ich nie vergessen. Das war für mich eine Katastrophe und das wäre auch für die kleine Firma, für die ich damals gearbeitet habe, eine Katastrophe gewesen.

Am Ende des Tages ist alles gut ausgegangen, aber das weiß ich noch ganz genau. Das war so die erste Feuerprobe. Und ich bin sicher, jeder Entwickler kennt diesen Moment und kann von anderen Situationen erzählen, wo dieses Heiß kalt Gefühl aufgekommen ist. Also was ist die Lektion hier? Trotz aller Vorbereitung wird es irgendwann zur Katastrophe kommen. Downtime ganzer Produktionssystem durch Softwarefehler oder Datenbank Updates schlecht reproduzierbare Bugs. Ich weiß, wir haben mal in einem Projekt zusammen gearbeitet, da es alle sechs Wochen ein komplettes Rack ausgefallen.

Das inklusive braucht ein BIOS Update oder so. Aber wahnsinnig aufwendig zu reproduzieren. Und jedes Mal wenn der Fehler aufgetreten ist, ist das ganze System abgestürzt, sodass ein riesen Impact hatte. Datenverlust, Hardware, Defekte alles schon dagewesen. Betrug, Hacking, Diebstahl, DDoS also das wird passieren, da muss man darauf vorbereitet sein. Was war deine Katastrophe in jüngster Vergangenheit oder die größte, die du je erlebt hast?

Also ganz ehrlich, ich kann nicht sagen, es war jetzt eine große Katastrophe hier oder da. Der ganz normale Wahnsinn. Solche Ausfälle hier, da. Oh Gott, unser Gitt baut nicht und oh Gott, unsere Produktion Server ist down. Das ist eigentlich Normalität, dass das kommt. Ich muss ganz ehrlich sagen, es ist nichts dabei, was mich geschockt hätte. Ja so! Gerade wo ich angefangen hatte. Und so dachte ich Jo, hier in IT-Systemen.

Alles Ingenieure und komplexe Systeme. Wenn das läuft, dann läuft und da passiert nix. Wurde erst in ein, zwei Mal Sucks, du bist hier abwanderten. Also das ist wie Hartmut weißt. Klar werde ich nie vergessen. Irgendwie bei der großen Systemhaus am Anfang, wo wir Mailserver betreut haben für Kanal so 20000 Leute und die konnten keine Mails verschicken. Da ist gezittert und bibbert. Aber es kam danach noch schlimmere Dinge hinterher.

Wenn das Problem gelöst ist, kann man darüber lachen. Aber in dem Moment, wenn man nicht weiß, woran es liegt.

Es ist schon also das Gefühl, wenn du sunde gelöst, dass das ist. Ich weiß es nicht. Ich kann nicht sagen, es ist besser als beim Sex.

Aber okay, ja, ich weiß, was es so weit kommt sich vor wie Superman.

Ja, auf jeden Fall. Es ist halt klar die Endorphine, ein bisschen Aufregung und Spannung, Endorphine werden ausgeschüttet und wenn es dann gelöst und das andere Adrenalin weg ist, da fühlt sich einfach nur so Hey Vasile, das Widersprüchliche hier an der Lektion ist ja, dass die Unternehmen oder gerade auch Großunternehmen einen unglaublichen Aufwand betreiben, dass es eben nicht dazu kommt.

Also viele Back ups, redundante Systeme, 24/7 Support. Und trotzdem Irgendwann bist du fällig. Irgendwann passiert die Katastrophe. Ich weiß nicht. Gerade wenn man ein System schnell weiterentwickelt. Irgendwo ist ein Fehler drin, den keiner bedacht hat. Ob es ein Schaltjahr ist, das hatte ich auch mal bei einem System. Da fehlte der letzte Tag, weil das Jahr 366 Tage hatte statt 365. Das war nicht bedacht worden. So konnte am letzten Tag keine Buchung erfolgen.

Das sind alles so Dinge, die können passieren und das Wichtige ist, damit zu rechnen. Ich finde, daran erkennt man immer so supergut den Unterschied zwischen Junior Developer und Senior Development, weil da passiert das, was du beschrieben hast. Die einen haben die Hornhaut, die anderen haben die noch nicht. Pferde Junior Developer ist so wie ich damals schweißnass gebadet. Völlig paralysiert und weiß nicht, was er machen soll, und der Senior Developer zieht die Handschuhe an und greift ins Feuer.

So ungefähr. Bleibt ruhig. Okay, das Kind ist jetzt im Brunnen gefallen. Welche Optionen haben wir? Was können wir machen? Was man die letzten Schritte, die du getan hast? Welchen Impact hat das im Grunde? Wie gehen wir jetzt vor? Natürlich zügig, aber diszipliniert wird an einer Lösung gearbeitet.

Und das ist auch sozusagen die Lösung dieser Katastrophe. Das ist auch ganz wichtig, dass das Management mitspielt. Task Force zusammenstellen, alles stehen und liegen lassen und sich um das Problem kümmern. Den Rücken dieser Task Force freihalten. Ja, vielleicht alle paar Stunden mal den Status abfragen, damit man das entsprechend kommunizieren kann. Richtung Vorstand oder Kunden, den Fortschritt und das aktuellen Problem Status Monitoren. Was kann man machen? Wo befinden wir uns und wirklich sehen, dass das Team die volle Konzentration auf das Problem werfen kann und nicht gestört wird?

Kein Telefon und so weiter. Also außer zur Problemlösung dann erlaubt und auch dem Team dann die nötigen Ressourcen, also Experten z.B., die sich mit einer Technologie ganz besonders gut auskennen, die dann eben Hilfestellung geben können, in kritischen Situationen zur Verfügung stellen. Und Annas Team muss man einfach sagen Bleib dran, ihr müsst durchhalten. Es gibt ein tolles Zitat von Winston Churchill. Das fällt mir in diesem Zusammenhang immer wieder ein If you going to hell, keep going.

Also nicht stehenbleiben, weitermachen, dranbleiben, das Terrier gehen, auspacken und einfach weiter daran arbeiten, bis das Problem gelöst ist. Und unterwegs Schadens Minimierung betreiben. Natürlich.

Aber ich kann es immer noch nicht glauben. Du hast keine Katastrophe erlebt.

Nee, ich überlege echt die ganze Zeit. Aber wie gesagt, es ist halt relativ Katastrofe.

Also ich weiß, dass wir schon in Projekten gearbeitet haben, wo Leute panisch über den Flur gelaufen sind, weil die Webseite offline war. Wenn das dich nicht aus der Reserve gelockt hat, dann hast du auf jeden Fall mehr Hornhaut als ich.

Die Sache ist eine Sache der Perspektive. Willst du brauchst einen kühlen Kopf bewahrt.

Ich weiß, einmal ist ein Manager aus dem Urlaub zurückgekommen, hat sein Notebook eingesteckt, dann auf dem Notebook lief noch irgendwas Server Komponente vom Produktiv System, die in der Entwicklung dann noch gestartet war und dann klappt das Notebook auf. Und dadurch, dass er eine Zeitlang im Urlaub war, zieht das Notebook alle Events von Zeitpunkt. Ich gehe jetzt in Urlaub bis Zeitpunkt. Ich bin wieder da. Nach dem Produktionssystem und blockiert das ganze Produktionssystem stundenlang und keiner wusste, woran es liegt, weil keine Änderung erfolgt ist, außer dass dieser Mensch aus dem Urlaub zurückgekommen ist, was man ja auch erst nicht weiß.

Das war auch eine heiße Phase, diesen verkehrssicher auf Rädern, weil sie rausgefunden haben, da haben nicht wir geschwitzt, da hat er dann geschwitzt, aber das weiß man dann erst nicht.

Es sind einfach so Sachen. Technologie ist manchmal wunderbar wie Magie und manchmal auch sehr einfach. Und sehr dumme Fehler passieren. Das muss man auch sagen. Na ja, ich freue mich, mit dir im zweiten Teil über die Lektionen 6 bis 10 zu sprechen, nachdem wir jetzt die Lektionen 1 bis 5 durchgegangen sind.

Ja, sehr gerne freue ich mich auch. Bis dahin ganz schön nochmal überlegen, ob wir noch ähnliche Katastrophen erleiden wollen.

Genau da greifen wir den Faden wieder auf und machen noch so einen Marsyas Katastrophen Blog am Anfang. Sehr schön bin ich gespannt, wo die die meiste Hornhaut gewachsen ist. Wenn unsere Zuschauer Fragen haben oder Feedback zur aktuellen Podcast Episode, können Sie uns eine E-Mail schreiben an Podcasts. Geh weiter. Wir freuen uns immer über Bewertung oder Weiterempfehlung des Podcasts an eure Freunde und Kollegen. Schaut darauf, dass Gilbert Jopp Seite vorbei. Wenn ihr mehr spannende Technologie Themen lesen möchtet, schaut auch auf der Skjelbred Website Slash Blog vorbei und abonniert natürlich unseren Podcast.

Ja, es war wie immer eine Freude. Ich wünsche noch einen schönen Abend.

Bis dahin.

Maurice KnoppSkillbyte Podcast #39: 10 Lektionen, die wir in 40+ Jahren Softwareentwicklung gelernt haben (Teil 1)
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